Von wegen Teutonengrill – das neue Rimini

Apr 19th, 2011 | By admin | Category: Aktuelles, Europa

Jahrzehnte lang galt die norditalienische Adriaküste zwischen Jesolo und Pesaro als “Teutonengrill”: Geradezu klischeehaft bräunten sich die kältegeplagten Deutschen auf den akkurat in Reih und Glied aufgestellten Sonnenliegen, die vom eigentlichen Strand nicht mehr viel übrig ließen, und genossen das italienische Wetter, ohne dabei wirklich etwas vom Land selbst zu erleben. Man war eben unter sich.

Heute hat die nordöstliche Küste Italiens ihr Antlitz völlig verändert. Zwar sind die Strände am Lido nach wie vor dicht bestückt mit wohlgeordneten Liegestühlen und Sonnenschirmen, und viele der Hotels, die es damals gegeben hat, stehen noch immer hier. Doch das Publikum hat sich durchweg gewandelt, und so bietet gerade die Gegend rund um Rimini heutzutage ein geradezu mondänes Urlaubsflair: Junge Italiener aus den Großstädten Mailand, Bologna, Florenz und Rom verbringen hier ihre Ferien, wohlhabende Araber aus den Emiraten und dem Oman nutzen die hervorragenden Shopping-Möglichkeiten, und nachdem jene deutschen Gäste, die auch im Urlaub in Italien nicht auf Schnitzel und heimisches Bier verzichten können, mittlerweile in Spanien Urlaub machen, kommen von unseren Landsmännern nur noch die eingefleischten Italien-Fans nach Riccione, Cattolica und die anderen Ferienorte im Großraum Rimini.

Wegen der guten Infrastruktur, die tatsächlich zu einem großen Teil noch immer aus der Zeit stammt, als die Deutschen hier im Sommer das Sagen hatten, eignet sich Rimini als Urlaubsziel auch hervorragend für Familien, egal, ob diese mit oder ohne eigenem Auto anreisen. Regelmäßige Flugverbindungen nach Venedig, Rimini und Forlì, ein gut ausgebautes Bahnnetz und spezielle Buslinien, die in der Hauptsaison alle Orte an der Küste mit einander verbinden, sorgen dafür, dass man jeden Anziehungspunkt in der Region schnell und unkompliziert erreicht. Dazu kommt, dass die Preise für Übernachtungen und Verpflegung meist recht günstig sind, und Sprachprobleme sind äußerst selten: “Man spricht deutsch” – manche Dinge ändern sich eben nie.

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